Gefahren von Ohrringen – und wie Du sie vermeidest

Wenn es um das Stechen neuer Ohrlöcher geht, kommen häufig Fragen zu den möglichen Gefahren von Ohrringen auf. Über vier Risiken, zu denen besonders oft Fragen aufkommen, wollen wir hier kurz einen Überblick verschaffen.

Kurzer Disclaimer: Wir sind keine Ärzte, deshalb ersetzt dieser Artikel keinen medizinischen Rat. Solltest du dir unsicher sein, ist der Weg zum Arzt Deines Vertrauens immer der richtige!

1 – Allergien – besonders gegen Nickel

Beim Stechen von Ohrlöchern gilt besondere Vorsicht bei der Materialwahl. Löst sich Nickel vom Ohrring und gelangt in die offene Wunde, kann das zur Bildung einer Kontaktallergie führen. Deshalb sind nickelabgabefreie Materialien wie Chirurgenstahl die richtige Wahl. Alles zu Allergien in Bezug auf Ohrringe haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

2 – Entzündungen

Diese Gefahr besteht besonders in der Zeit direkt nach dem Ohrlochstechen. Ein frisch gestochenes Ohrloch ist eine offene Wunde, die anfällig für Entzündungen ist. Gelangen Keime in die Wunde – etwa indem mit den Fingern am Ohrring herumgespielt wird – kann das zu einer unangenehmen Entzündung führen.

Leichte Schmerzen, eine Schwellung und Rötung sind in den ersten 1-2 Tagen nach dem Stechen normal. Kommen starke Schmerzen oder Eiter dazu, sind das Hinweise auf eine Entzündung, die du mit Deinem Arzt besprechen solltest.

Um dieses Risiko zu minimieren, ist Hygiene das höchste Gebot. Ein noch nicht vollständig verheiltes Ohrloch sollte möglichst wenig berührt werden. Einzige Ausnahme ist die Pflege der Wunde. Dazu sollte nicht nur ein geeignetes Pflegemittel genutzt, sondern auch stets die Hände gründlich gewaschen werden.

3 – Hängenbleiben mit Ohrringen

Diese Gefahr besteht vor allen Dingen bei Kindern – denn wenn die ausgelassen toben, können sie mit den Ohrringen hängenbleiben und sich im schlimmsten Fall das Ohrloch einreißen. Deshalb gilt: Beim Spielen und Toben sollten Ohrringe ausgezogen oder zumindest abgeklebt werden.

Ein ähnliches Risiko bergen Ohrringe beim Kontaktsport, wo sie aber ohnehin in den allermeisten Fällen verboten sind. Auch hier gilt: Lieber die Ohrringe zur Seite legen und nach dem Sport wieder anziehen.

4 – Eingewachsene Ohrringe

Von einem eingewachsenen Ohrstecker spricht man, wenn ein Teil des Ohrrings vom Ohrläppchen umschlossen ist. In den meisten Fällen ist das der Verschluss, um den sich auf der Hinterseite des Ohrläppchens unbemerkt eine Hautschicht legt.

Aber keine Angst: Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern benötigt Wochen oder Monate. Wer regelmäßig verschiedene Ohrringe trägt, wird das Problem deshalb kaum kennen. Ist doch einmal ein Ohrring eingewachsen, gehe damit auf jeden Fall zum Arzt, der das Schmuckstück dann entfernen kann.

Fazit

Ohrringe können durchaus die ein oder andere Gefahr bergen. Die meisten Risiken können allerdings durch ein wenig Umsicht vermieden werden. Das gilt besonders bei frisch gestochenen Ohrlöchern und wenn Kinder Ohrringe tragen.

  • Ein geeignetes Ohrring-Material und die richtige Pflege sind nach dem Ohrlochstechen entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden
  • Beim Spielen, Toben und Sport sollten Ohrringe herausgenommen werden
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